Liebe Interessierte, Neugierige, Unterstützer*innen und Aktive von EinsWeiter!

Nun erreicht euch mal wieder unser Rundbrief mit einigen Neuigkeiten. Wir hoffen ihr habt Freude beim Lesen und Fotos schauen!

Argumentationstraining für Moderator*innen

„Die sind alle…!“ „Typisch die…!“ „Solche können nix…!“ – Herabsetzende und ausgrenzende Äußerungen begegnen uns im Beruf oft, und meist machen sie uns erstmal sprachlos. Genau hier hat das Argumentationstraining für Moderator*innen am 25. April angesetzt, durchgeführt von Gegen Vergessen Für Demokratie e.V.

Mit 13 Teilnehmer*innen haben wir gemeinsam Strategien entwickelt: Wie reagiere ich, wenn rechte Positionen im Raum eingenommen werden, ohne ihnen zu viel Space zu geben? Wie setze ich Grenzen, ohne zu verletzen?

Der Workshop hat dabei für die Mechanismen von Vorurteilen und Diskriminierung sensibilisiert, bisherige Kommunikationsstrategien beleuchtet und neue Wege in praktischen Übungen ausprobiert und vertieft. Am Ende stand: mehr Selbstbewusstsein, um extremistischen Äußerungen argumentativ und deeskalierend entgegenzutreten.

Aktionswoche zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung

Vom 5. bis 8. Mai fand in Lüchow-Dannenberg die Aktionswoche zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung statt. Veranstalterin war das „Netzwerk Perspektive“, koordiniert von EinsWeiter und in Kooperation mit der Wendlandschule.

Das war unser Programm im Rückblick:

Am Dienstag fand der Aktionstag „Miteinander füreinander“ mit vielen Akteur*innen aus Lüchow-Dannenberg statt. Im Allerlüd waren wir als Teil dieses Netzwerks vertreten und froh um die Plattform für Begegnung und Information, die der Behindertenbeirat geschaffen hatte.

Auf dem Marktplatz Dannenberg präsentierte sich am Donnerstag die Wendlandschule mit einem Stand zu Unterstützter Kommunikation, einer Farbschleuder, einem Glücksrad und einem Auftritt des Schulchors.

Und der Freitag stand ganz im Zeichen der Barrierefreiheit:

Vor der Bücherei Lüchow präsentierte die Klasse 1b der Grundschule Lüchow ein Lied in Gebärden und lud zum Mitsingen ein. Anschließend folgte die Protestaktion „Ohne Stufen in die Bücherei“ mit Redebeiträgen und Textvorträgen zum Thema Barrierefreiheit, begleitet von einem mobilen Büchertisch mit Kinderbüchern zu inklusiven Themen.

Auf dem Weg von der Bücherei zum QBUS und weiter zum Markt wurden Wünsche rund um Inklusion und Teilhabe gesammelt. Wer nicht teilnehmen konnte, hatte die Möglichkeit, telefonisch seinen Wunsch mitzuteilen.

Am QBUS Lüchow wurde unterwegs der Bau des neuen Auffahrwegs gewürdigt: mit Musik, einem Redebeitrag und Riesenseifenblasen und dem Motto „Barrieren sind zum Abbauen da“.

Auf dem Marktplatz Lüchow nahm der Wünschebaum die gesammelten Wünsche auf, am mobilen Büchertisch konnte gestöbert werden, und mit der E-Rikscha „Mobil mit Rad“ fuhren viele eine Runde mit. Außerdem wurden Flyer zum Thema „Einkaufen ohne Barrieren“ verteilt.

Den Abschluss dieses intensiven Tages bildete die Lesung „Die Reise unseres Lebens“ mit Alex und Lovis (hurdletheworld.com) im Allerlüd Lüchow, mit anschließendem Austausch.

Während der gesamten Aktionswoche wurden außerdem Flyer für einen barrierefreien Einzelhandel verteilt, die die Geschäfte im Landkreis zur Reflektion und Umgestaltung inspirieren sollen.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die mitgemacht und diese vielseitige Aktionswoche unterstützt haben!

Theater der Unterdrückten – wie war’s?

Theater muss nicht auf der großen Bühne stattfinden – das haben wir Mitte Mai bei der Kurve Wustrow e.V. bei der KLP ganz praktisch erlebt. Mit dem „Theater der Unterdrückten“ konnten wir Themen, die uns berühren, kreativ erkunden und gemeinsam Alternativen erproben.

Es wurde an zwei Terminen in die in Brasilien entwickelte Ausdrucksform eingeführt. Beim ersten Termin waren 13 Teilnehmer*innen dabei, beim zweiten sogar 27 – und in beiden Runden wurde intensiv ausprobiert: Wie sieht Solidarität eigentlich aus? Was bedeutet sie konkret, im Alltag, im Handeln?

Aus Zuschauenden wurden Mitspielende, aus Fragen wurden gemeinsame Erkundungen. Ein Workshop, der zeigt: Veränderung beginnt oft im gemeinsamen Ausprobieren.

Widerstandspartie in Gorleben

Jährlich findet, ebenfalls im Rahmen der KLP, am Freitag vor Pfingsten in Gorleben die Widerstandspartie statt. Dort wird jedes Jahr wieder auf den größten wunden Punkt des Wendlands gezeigt: das Atommüllager. Eins Weiter war gemeinsam mit anderen nachhaltigen und sozialen Gruppen der Region unter dem Motto „Wir bleiben in Bewegung“ vertreten. Wir alle haben gezeigt, auf welche Art wir uns für eine gerechtere Welt einsetzen. Dabei haben wir alte Bekanntschaften gepflegt und neue geschlossen und gefragt „Was bringt und hält euch in Bewegung?“. Es war auch einfach ein ganz schön quirliger Ausflug unseres Teams 🙂

Eröffnung des Auffahrwegs am QBUS

Geschafft! Am 26. Juni ab 18 Uhr feiern wir den Auffahrweg mit Musik und Tanz! Seid ihr dabei?!

Anfang des Monats wurden die letzten Arbeiten am neuen Auffahrweg zum QBUS Lüchow (Altes Rathaus) fertiggestellt. Wo bisher Stufen den Weg versperrten, führt jetzt ein barrierearmer Zugang in das Kultur- und Begegnungszentrum. Auch die Toilette vor Ort wurde kurzer Hand nun so eingerichtet, dass auch Rollstuhlfahrende Personen sie nutzen können. Jetzt können endlich mehr Menschen zu den vielfältigen Veranstaltungen dort und auch wir von EinsWeiter freuen uns über die zukünftige Kooperation mit QBUS.

Initiiert hat das Projekt EinsWeiter, möglich gemacht haben es vor allem Spenden und der tatkräftige Einsatz engagierter Bürger*innen. Die Zimmerei Holzbau Kadula übernahm die Planung und band Menschen mit und ohne Behinderung in den Bau ein. Finanziell unterstützt wurde das Vorhaben von der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt, der Firma Voelkel und vielen privaten Spender*innen – danke an alle!

Bewusst nennen wir es „Auffahrweg“ und nicht „Rampe“. Der Hinweis kam aus jüdischen Communities, denn der Begriff „Rampe“ ist durch die NS-Verbrechen in den Vernichtungslagern bis heute schwer belastet. Sprache trägt Geschichte – diesen Hinweis haben wir ernst genommen.

Eröffnung der Fotoausstellung „Rund und bunt“

Am am 26. Juni um 18.30 Uhr findet im QBUS Lüchow eine weitere Veranstaltung von uns statt: die Vernissage der Fotoausstellung „Rund und Bunt“. Dort zeigt die 25jährige Jonna Quaas aus Hitzacker analog handbearbeitete Fotografien. Mit Nagellack und grafischen Details macht Jonna Quaas Naturaufnahmen und ihre Hitzacker Stadtansichten zu kleinen Kunstwerken.

Die Ausstellung wird dann 2 Monate zu sehen sein, bis zum 21.8., immer zu den Öffnungszeiten des Qbus. Der Eintritt ist frei.

Ankunft des EinsWeiter Containers für die Rikscha

Die elektrische Fahrradrikscha hat inzwischen einen festen Platz in Lüchow! Sie ist nun in einem Container untergestellt, der freundlicherweise auf dem Gelände der Grünen Werkstatt Lüchow (hinter dem alten Postamt in der Salzwedeler) stehen darf. Wir freuen uns sehr über diese feste und sichere Institution, die ebenfalls von Fördergeldern von AktionMensch finanziert werden konnte.

Ubuntu – die Kinder- und Jugendgruppe in Neu Tramm

Diese Gruppe ist im Aufbau! Wir möchten gern einige Freitag Nachmittage in der Geflüchtetenunterkunft in ein Spieleparadies verwandeln. Wir suchen engagierte Menschen, die Lust haben einmal monatlich ein Angebot für die Kinder mit uns zu gestalten. Wir würden uns freuen, wenn es möglich wäre die Gruppe zu teilen, um bspw. mit einigen Kids ins Schwimmbad fahren zu können. Meldet euch gern bei uns!

Migra Support

EinsWeiter hat außerdem über Migra Lüchow eine Gruppe von Menschen aus Guinea kennengelernt und unterstützt diese nun bei ihrer Vereinsgründung. Die Ziele der Vereinigung sind solidarische Unterstützungsangebote und der Aufbau gemeinsamer Strukturen. Einerseits sollen diese untereinander wirken durch die Schaffung eines finanziellen Nothilfefonds und das gemeinsame Feiern der traditionellen Feste. Und andererseits wollen sie soziale und ökologische Träger im Landkreis kontaktieren und ehrenamtliche Hilfen anbieten. Wir sind sicher die Vereinigung der Guineerinnen und Guineer im Wendland wird uns und sich den Rücken stärken und noch von sich hören lassen.

Busdisko

Nicht unerwähnt bleiben darf die Busdisko im Bus Bernhard, das ist das monatliche Highlight der Diskogruppe. Der nächste Termin ist der 4.Juli! Schaut doch mal vorbei und feiert mit!

Am Nachmittag bekommt Bernhard außerdem seinen verspäteten Frühjahrsputz verpasst, dazu seid ihr ebenfalls herzlich eingeladen 😉

Beratung zu Barrierefreiheit und Empowerment

Ab dem 1. August möchte Noor Salom bei EinsWeiter e.V. eine Sprechstunde zu Barrierefreiheit und Empowerment anbieten. Dabei kann es zum Beispiel darum gehen, sichtbare und unsichtbare Barrieren aufzudecken, zu hinterfragen, anzusprechen oder sogar zu schauen, wie es möglich wäre, sie zu überwinden. Was brauchst du, um teilhaben zu können? Genauere Infos folgen.

Queer- und Trans*beratung

Ab sofort wird Silvan eine Queer- und Trans*beratung in unseren Räumlichkeiten anbieten. Wir freuen uns sehr ein weiteres Angebot in der Welt von EinsWeiter begrüßen zu können! Er schreibt über sich:

Ich bin Silvan (es/ihm oder er/ihm) non-binär, transmaskulin und seit über 10 Jahren in der queeren und trans* Community aktiv. Ich biete ab jetzt für alle queeren Menschen Systemische Queer- und Trans*beratung in den Räumen von EinsWeiter e.V. an. Auch Angehörige, Bezugspersonen und Menschen mit Fragen zu queeren Themen sind bei mir herzlich willkommen. Meldet euch einfach bei mir unter silvan[at]qtb-wendland.de oder per Signal/Whatsapp/SMS unter 01577 3596198. Weiter Infos gibt es bald auf www.qtb-wendland.de.

Ausblick und Einladung

Bernhard wird bald eine ordentliche Sanierung brauchen, um nochmal den TÜV zu bestehen. Wir sind nach dem Auffahrweg nun gedanklich bei den Vorbereitungen für die nächste Spendenkampagne…ihr werdet von uns hören 😉

Das war’s erstmal wieder von uns! Hoffentlich sehen wir uns bald mal „in echt“!

Habt ihr Anregungen und Wünsche für weitere Initiativen und Projekte? Dann meldet euch bei uns!

Per Telefon oder mail oder zu unseren Büroöffnungszeiten dienstags 15-17 Uhr in der Burgstr. 8 in Lüchow.

Weiterhin findet jeden ersten Mittwoch im Monat am Nachmittag ein besonderes Angebot zum Offenen Treff im EinsWeiter Büro statt. Am 1. Juli um 16.30 Uhr stellt sich dort der Verein OASIA vor. Sie schaffen Traumasensible Arbeitsplätze für Frauen* mit Be_hinderung in einer Matrazen-Manufaktur in Hitzacker. Das wird sicher ein sehr interessanter Nachmittag!

Wir hoffen ihr kommt gut durch die bewegten Zeiten und bleibt uns verbunden!

Euer EinsWeiter Team

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EinsWeiter e.V. hat feste Öffnungszeiten!

EinsWeiter e.V. hat feste Öffnungszeiten!

Wir sind jeden Dienstag von 15:00 bis 17:00 Uhr für euch da.
Kommt gern vorbei – wenn ihr Fragen habt, Anliegen mitbringt oder uns Feedback geben möchtet.
Außerdem findet jeden ersten Mittwoch im Monat am Nachnmittag ein themengebundener Offener Treff statt.
Ein Raum für Austausch, Diskussion und gemeinsame Ideen.
Einfach vorbeikommen – wir freuen uns auf euch!
Wo? In unserem Büro in der Burgstraße 8 in Lüchow

Das Büro ist barrierearm zugänglich.